Lina Hüllmandel
Freiwilliges Kulturelles Jahr

Lina Hüllmandel
Lina Hüllmandel (Credits: Judith Harbecke)

»Kunst ist eine Ausdrucksform ohne Grenzen, bei der die Perspektiven und Erfahrungen verschiedenster Menschen sichtbar werden.«

Über die Person

Lina Hüllmandel hat im September 2026 ihr Freiwilliges Kulturelles Jahr beim Verein der SPRENGEL FREUNDE gestartet und wird zahlreiche Erfahrungen rund um die Gestaltung des Vereinsleben machen. Sei es bei der Planung und Durchführung von Events zu unterstützen, den Kontakt zu den Mitgliedern zu pflegen oder ein eigenes kreatives Projekt zu entwickeln – Lina freut sich darauf, in die Welt des Sprengel Museums Hannover und der FREUNDE einzutauchen, sich beruflich auszuprobieren und ihre eigenen Kompetenzen sowie Interessen zu stärken.

Was bedeutet Kunst für dich?

Zunächst ist Kunst ein wichtiger Gesellschafts- und Kulturbestandteil. Sie ist eine Ausdrucksform ohne Grenzen, bei der die Perspektiven und Erfahrungen verschiedenster Menschen sichtbar werden. Für mich ist Kunst etwas sehr Vielseitiges. Sie bringt sowohl Entspannung als auch Anstrengung - Entspannung beim Entdecken der Werke, um sich dann in ihnen zu verlieren, oder auch wenn man selbst künstlerisch tätig wird. Geistige Anstrengung oder Überwältigung kann durch die Vielzahl von Kunst und den Möglichkeiten zur Interpretation entstehen, manchmal auch wegen der tragischen Themen und den damit verbundenen Gedanken und Sorgen. Kunst bedeutet für mich Freiheit und Kreativität, ob als konsumierende oder schaffende Person. Sie bedeutet Mensch sein.

Was ist deine schönste Erinnerung im/an das Sprengel Museum Hannover?

Auch wenn ich schon einige wundervolle Erinnerungen an das Sprengel Museum sammeln durfte (wie zum Beispiel ein toller Besuch mit meiner Tante zu meinem Geburtstag), sehe ich den Anfang meines FKJ als die schönste Erinnerung. Das Ankommen und vor allem die Führung hinter den Kulissen haben mich direkt am ersten Tag begeistert. Das war ein völlig anderes Gefühl als nur Besucherin zu sein und hat mir eine neue Sicht auf die Ausstellungen, ihre Entstehung und vor allem die Aufbewahrung der Sammlung des Hauses eröffnet. Mir ist wirklich bewusst geworden, wie viel hinter so einem tollen Museum wie dem Sprengel steckt. Trotzdem ist natürlich jeder Besuch, auch „nur“ der Besuch einer Ausstellung, eine schöne Erinnerung.

Welches ist dein Lieblingswerk im Museum?

Für mich ist es noch sehr schwer ein Lieblingswerk auszuwählen, da ich am Anfang meines kulturellen Jahres stehe. Das Sprengel Museum hat so viele großartige Positionen und ich fühle mich zu vielen von ihnen hingezogen. Ganz besonders fangen mich aber Werke mit herausstechenden Namen ein. Erst neulich bin ich „Der Himmel ist ewig und die Erde dauernd“ von Otto Gleichmann begegnet. Wäre mir sonst das Bild nicht so aufgefallen, war es mir umso präsenter, nachdem ich den Titel gelesen hatte. Zwischen den vielen sachlichen Beschreibungen sticht das leicht Mysteriöse heraus und man wird auf andere Weise zum Denken angestoßen.

Was bedeuten die FREUNDE und der YOUNG CIRCLE für dich?

Ich lerne den Verein gerade noch kennen, bin aber jetzt schon davon beeindruckt wie viele Kunstinteressierte und vor allem engagierte Menschen es in Hannover und Umgebung gibt. Ich durfte schon einige nette Gespräche führen und hatte schöne Begegnungen mit den Mitgliedern. Auch an zwei Veranstaltungen habe ich bereits zusammen mit den Sprengel FREUNDEN teilgenommen – dem Zinnober Spaziergang und dem FREUNDE Workshop. Da habe ich die Kreativität, Freundlichkeit und das Engagement des Vereins miterlebt. Ich freue mich sehr auf die weitere Zusammenarbeit und viele Erlebnisse mit den Mitgliedern.

Welcher Begriff beschreibt das Sprengel Museum Hannover am Besten?

Entdeckungsort.

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